Machbarkeitsstudie Kultur- Bildungs- und Familienzentrum Glogauer Str. 13

Machbarkeitsstudie

Geschichtliches

Anfang des Jahres 1898 wird der Antrag zum Bau einer Gemeinde – Doppelschule auf dem Grundstück Glogauer Straße 10 – 16 gestellt.
Die Schulanlage besteht aus einem Schulgebäude, einem Lehrerwohngebäude, einer Turnhalle mit darüber liegendem Lesensaal und zwei Abortgebäuden, von denen derjenige für Jungen als Anbau an die Turnhalle ausgeführt wird und derjenige für Mädchen an der rückwärtigen Grundstücksgrenze gelegen ist. Die Bauarbeiten sind gegen Ende 1899 beendet. Die Bauten werden nach den Entwürfen der städtischen Bauverwaltung unter der Leitung von Ludwig Hoffmann errichtet. Ihm stehen Stadtbaumeister Matzdorff und der Architekt Kühn zur Seite, für die Ausführung Stadtinspektor Neumann und der Architekt Knütter. In den zeitgenössischen Publikationen, in der Berliner Architekturwelt und in der Deutschen Bauzeitung, findet die Schulanlage große Beachtung.

 

Aufgabenstellung

Auf dem aufgegebenen Schulstandort Glogauer Straße 13 in 10999 Berlin soll ein Kultur- Bildungs- und Familienzentrum errichtet werden, um das Defizit an Kinder- und Jugendeinrichtungen in der südlichen Luisenstadt zu kompensieren.

In dem geplanten Bau soll eine Bibliothek mit einer Nutzfläche von 2.500 qm, das Kreuzbergarchiv mit einer Nutzfläche von 1.000 qm, eine Volkshochschule mit einer Nutzfläche von 1.000 qm ein Familienzentrum mit einer Nutzfläche von 300 qm, einer Kindertagesstätte mit einer Nutzfläche von 600 qm und Künstlerateliers mit einer Nutzfläche von 500 qm untergebracht werden. Geprüft werden soll ferner, ob zusätzlicher Bedarf an gedeckten Sportflächen im Gebiet besteht, dem im Rahmen des Projektes Rechnung getragen werden kann. Das auf dem Grundstück befindliche bauzeitliche Turnhallengebäude soll instandgesetzt und die Nutzung seines Obergeschosses mitberücksichtigt werden.

 

Vorgehensweise

Die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie war ein Prozess, der in enger Zusammenarbeit mit unserem Auftraggeber erfolgt ist. Turnusmäßig fanden Abstimmungsgespräche mit allen Vertretern der Bedarfsträger statt, teilweise auch einzeln. Auf Grundlage der protokollierten Gespräche, die Arbeitssitzungen gleich kamen, wurden erste Entwurfskonzepte durch uns weiterentwickelt und ihre Vor- und Nachteile in weiteren Varianten dargestellt.

Schließlich, nach Einbindung der Genehmigungsämter, wurde eine Variante ausgewählt, die Grundlage für die Entwicklung eines Raum- und Bedarfsprogramms einschließlich einer Flächen- und Kostenermittlung war.